Die ersten Schritte, Februar 2012


Das Zelt wird aufgebaut, der Unterricht kann beginnen, Februar 2012.
Das Zelt wird aufgebaut, der Unterricht kann beginnen, Februar 2012.

Mit dem Versprechen, sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, kehrte Xandra Pantoja nach ihrem Besuch in Deutschland 2011 zurück nach Lima und begann auf die Kinder im Armenviertel von Pamplona Alta zuzugehen, um sie für das Projekt zu gewinnen. Ihre Eltern Gladys und Francisco, ihr Bruder Mijail, sowie einige Freunde aus der Nachbarschaft oder Universität standen ihr von Anfang an zur Seite.

 

Im Februar 2012 konnte die Projektarbeit anfangen: 6 Schüler, ein paar Plastiktische und -stühle, sowie ein Zelt als Schutz vor der Sonne, wanderten durch die Straßen von Pamplona Alta, um auf einem öffentlichen Platz zwischen Wellblechhütten und Hundegebell mit dem Unterricht zu beginnen.

 

Die wertvolle Arbeit, die Xandra, ihre Familie und Freunde leisteten sprach sich bald herum: Ende 2012 zählte die kleine Schule bereits 35 Schüler. 

 

 

Umzug in das neue Schulgebäude 


Erster Schultag 2013 - Mütter vor dem neuen Schulgebäude
Erster Schultag 2013 - Mütter vor dem neuen Schulgebäude

Bald wurde der öffentliche Platz, auf dem bisher der Unterricht stattfand, zu klein und es musste nach einem neuen Unterrichtsort gesucht werden. Xandras Eltern erwarben bereits vor Jahren ein kleines Grundstück gegenüber ihres Hauses in Pamplona Alta, welches sie großzügigerweise für den Schulbetrieb zur Verfügung stellten.

Auf dem Grundstück stand bereits ein einstöckiges Gebäude mit Wellblechdach, sodass für die Aufnahme des Schulbetriebs lediglich Türen und Fenster, sowie Toiletten eingebaut werden mussten. Dies geschah während der langen Sommerpause im Februar 2013.

Im März 2013 fanden dann die ersten Unterrichtsstunden im neuen Schulgebäude statt. 

 

 

 

Escuela Caminante Heute


Aktuell unterrichten 22 peruanische Freiwillige 94 Schüler aus Pamplona Alta. Das 2013 bezogene Schulgebäude wurde bereits im Februar 2014 um einen dringend benötigten 2. Stock erweitert, 2015 wurden die Innenwände verputzt und ein Fliesenboden gelegt. 

Der schrittweise Ausbau des Schulgebäudes geht einher mit einer stetigen Erweiterung des Lernangebots. Neben dem Unterricht in den klassischen Fächern wie Spanisch oder Mathematik, werden immer wieder neue, kreative Projekte angeboten, beispielsweise Geigen- und Gitarrenunterricht, das Projekt "Yo quiero leer" ("Ich will lesen"), ein Theaterprojekt oder ein Tanzprojekt, in welchem die Schüler traditionelle peruanische Tänze erlernen.

Dass das Projekt seit seiner Gründung auf diese Art und Weise wachsen und sich weiterentwickeln kann, ist einer Vielzahl an engagierten Menschen in Peru und Deutschland zu verdanken. 

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